Ernährung mit Möhren

Leckere Möhren für die Gesundheit

Aus gutem Grund gehören Möhren zu den Top 3 des in Deutschland gekauften Frischgemüses. Sie lassen sich je nach Vorliebe in vielen Variationen als süße oder herzhafte Gerichte genießen. Eine Ernährung mit Möhren ist lecker und gesund.

Satt werden und schlank bleiben

Durch ihren Ballaststoff- und Wassergehalt tragen Möhren zu einer lang anhaltenden Sättigung bei. Durch die hohe Nährstoffdichte, d.h. den hohen Anteil an lebenswichtigen Nährstoffen im Verhältnis zur Energie, begünstigen sie eine schlanke Linie und sorgen zugleich für eine gute Versorgung mit vielen lebenswichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralien.

Möhren als Namensgeber für Carotin

Möhren ragen vor allen Dingen durch ihren hohen Gehalt an Carotinoiden heraus. Diese sind für die schöne orange Farbe verantwortlich. Von der Möhre bzw. Karotte - lateinisch Daucus carota - hat das Carotin seinen Namen. Beta-Carotin ist einer von ca. 10.000 bioaktiven, sekundären Pflanzenstoffen in der menschlichen Nahrung. Dies sind Farb-, Duft und Aromastoffe in Pflanzen, denen gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden.

Beta-Carotin ist das pflanzliche Vitamin A

Besonders Beta-Carotin aber auch weitere Carotinoide werden im Körper in Vitamin A umgewandelt und deshalb auch Provitamin A genannt. Aus pflanzlichen Lebensmitteln ist es eine einzigartige Quelle für Vitamin A. Deshalb ist der Verzehr von carotinreichem Gemüse, wie z. B. von Karotten besonders wichtig bei vegetarischer und veganer Ernährung. Vitamin A hat vielfältige Funktionen im Körper. So ist der essentielle Nährstoff wichtig für das Hell-Dunkel-Sehen und für gesunde Haut und Schleimhäute. Außerdem spielt es eine Rolle beim Aufbau und Wachstum der Knochen, des Nervensystems sowie bei Immunabwehr und Fortpflanzung.

Carotin als Schutz für die Zellen

Neben der Vitamin A Wirkung hat das Beta-Carotin aus Gemüse gesundheitsförderndes Potential. Carotinoide tragen durch ihre antioxidative Wirkung zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen bei. Beta-Carotin und auch andere Carotinoide haben einen Einfluss auf das Immunsystem. Ein Beta-Carotin-Blutspiegel der auf Grund von Studien präventiv in Bezug auf Krebs- und  Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt, kann in der Praxis leicht durch regelmäßigen Verzehr von carotinreichem Gemüse und Obst erreicht werden. In Deutschland liefern Gemüse im Durchschnitt rund 84% der Carotinoid-Zufuhr.

Bioverfügbarkeit von Carotin optimieren

Die Zubereitung der Möhren beeinflusst die Aufnahme von Beta-Carotin durch den Körper. Der Aufschluss der Pflanzenzellen der Möhre z.B. durch Erhitzen oder Entsaften führt dabei zu einer höheren Verfügbarkeit des Beta-Carotins für den Körper. Für eine optimale Aufnahme ist die gleichzeitige Anwesenheit von Fett förderlich. Der Esslöffel Öl im Salatdressing oder ein Butterbrot zum Möhrensaft, der Klecks Butter als Zutat für die gedünstete Möhrenbeilage machen nicht nur geschmacklich sondern auch ernährungsphysiologisch Sinn. Auch wenn Beta-Carotin aus Möhrenrohkost nicht so gut verfügbar ist, so hat ein Salat aus geraspelten Möhren andere Vorteile. Neben der höheren Menge an hitzeempfindlichen Substanzen, muss die Möhrenrohkost länger gekaut werden und macht so besser satt. Abwechslung bei der Zubereitung ist nicht nur gut gegen Langeweile auf dem Tisch, sondern traägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

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