Anbauregionen von Möhren in Deutschland

Die nächste frische Möhre gibt es gleich um die Ecke

In Deutschland gibt es kaum ein Bundesland ohne Möhrenfelder. Die sind zwar unterschiedlich groß, doch der weit verbreitete Anbau sorgt für kurze Wege zum Verbraucher. Bundesweit umfasste die Anbaufläche 2017 rund 12.500 Hektar. Die Fläche aller Anbauregionen zusammengenommen wäre ein Riesenfeld von mehr als 10 mal 12 Kilometern.

Möhrenanbau in Deutschland

Das Markt Chart zum Thema Möhrenanbau gibt es unter www.ami-informiert.de

Die meisten Möhren wachsen in Nordrhein-Westfalen

Etwa 1.800 Landwirte bauen im Bundesgebiet Möhren an, je nach Region allerdings in unterschiedlichem Umfang. So entfällt auf Nordrhein-Westfalen mit 3.343 Hektar etwas mehr als ein Viertel der Anbaufläche. Auch Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sind mit jeweils 16 Prozent Flächenanteil wichtige Erzeugungsgebiete. Auf mehr als 1.000 Hektar kommen aber auch jeweils Bayern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Nach deutlichen Anbauausweitungen kommt auch Sachsen-Anhalt knapp an 1.000 ha heran.

Möhrenfeld


Anbauregionen haben sich spezialisiert

Fast alle Anbaugebiete beliefern den deutschen Markt über Monate mit frischen Möhren, setzen aber auch besondere Schwerpunkte. In Rheinland-Pfalz etwa hat man sich aufgrund des milden Klimas auf frühe Möhren spezialisiert. Ein größerer Teil davon wird mit Laub als Bundmöhre angeboten. In Nordrhein-Westfalen ist man etwas später dran, dort werden mittelfrühe Möhren und Lagermöhren angebaut.

In Schleswig Holstein konzentriert man sich besonders stark auf späte Möhrensorten, die ins Winterlager kommen. Untergebracht in Kühlhäusern halten sich die Lagermöhren dort bis weit ins nächste Frühjahr. In Niedersachsen und in den neuen Bundesländern spielt der Anbau für die Verarbeitung beispielsweise zu Saft oder Tiefkühlkost eine bedeutende Rolle.

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